Mastfußadapter System BBL

Direkte Verbindung zwsichen Mastfußadapter und Grundplatte des Signals oder eines anderen Mastes
Mastfußadapter System BBL
Anstoß zur Entwicklung gab das Betonfundament zur Gründung von Bahnsignalen
Die bislang gängige Praxis zur Gründung von Bahnsignalen ist die Verwendung von Betonfundamenten. Diese haben jedoch eine ganze Reihe von qualitativen sowie technischen Nachteilen und verfügen zudem weder über eine Zulassung der DB AG noch über eine EBA-Zulassung.
Hier galt es, eine technische Lösung zu finden, die den Anforderungen genügt. Dies war die Geburtsstunde des Mastfußadapters System BBL, der ursprünglich nur zur Gründung von Signalen vorgesehen war und daher früher Signalfußadapter genannt wurde.
In Abstimmung mit der DB AG wurde ein System zur schnellen und zulässigen sowie untergrund- und kostenschonenden Gründung von Bahnsignalen jeglicher Bauform entwickelt. “Ideengeber” war hierbei das bekannte Gründungsverfahren von Oberleitungsmasten.
Mittlerweile ist der Einsatz des Mastfußadapters u. a. für
- Bahnsignale jeglicher Bauform
- Beleuchtungsmasten
- Oberleitungsmasten
- Sondermaßnahmen
möglich.
Sofortmaßnahmen – ideal für den Mastfußadapter System BBL
Insbesondere bei der Baufeldfreimachung für Oberbaumaßnahmen bzw. beim Umstellen der in Betrieb befindlichen Signale ist der Einsatz ideal.
- kein Verbau erforderlich
- kein Rückbau der vorhandenen Kabeltrasse notwendig
- vorhandene Kabel werden nicht beeinträchtigt
- kurze Sperrpausen ( ca. 2×5 Stunden für 5 Signale ) anstatt viertägiger Arbeiten am Betonfußadapter
Sonderkonstruktionen
Neben den klassischen Anwendungsbereichen des Mastfußadapters sind bislang bereits eine ganze Reihe Sonderkonstruktionen zum Einsatz gekommen:
- kleine Bauform mit Halterungen für Kabelverteiler
- kleine Bauform mit Ausleger über der Stromschiene im Bereich der HHA Hamburger Hochbahn
- der Einbau ist auch auf engstem Raum möglich
- kleine und große Bauform für Signalanlagen und Schrankenbetrieb am Bahnübergang
Einbau des Mastfußadapters System BBL
- Einbringen des Rammrohres mittels Vibrationsramme am Zwei-Wege-Bagger – Der Bagger verfügt über ein Steuergerät, welches automatisch für einen senkrechten Einbau sorgt.
- Anschließend wird der Adapter auf das Rammrohr gesetzt. Mit der Magnetbohrmaschine werden die im Adapter vorgefertigten Löcher in das Rammrohr gebohrt und der Mastfußadapter wird an acht Punkten mit dem Rammrohr verschraubt. Mastfußadapter und sämtliche Befestigungsmaterialien sind komplett feuerverzinkt und somit hochgradig gegen Korrosion geschützt.
- Der Ringspalt zwischen Rammrohr und Adapter wird mit “Pagel E1-Ankermörtel” gefüllt. Es handelt sich hierbei um reinen Korrosionsschutz, so dass das Aushärten des Mörtels keinen Einfluss auf die sofortige Verfügbarkeit des Standortes hat.
- Der Mast wird mittels hochfester Schrauben der Güteklasse 10.9 auf dem Adapter befestigt ( kraftschlüssige Verbindung gemäß DIN-Norm ).
Der Mastfußadapter kann auch außerhalb der Sperrpausen per Hand auf dem Rammrohr befestigt werden, so dass die Einschränkungen des Bahnbetriebes auf ein Minimum reduziert werden.
Abschließend möchten wir Ihnen zusammenfassend noch einmal die Vorteile des Mastfußadapters in Bezug auf den Einbau und die Montage erläutern
- geringer Einfluss auf den Ober- und Erdbau – keine Zerstörung des Schienenaufbaus aus PSS, FSS, Schotter, o. ä., da kein Verbau erforderlich ist – zudem sind keine weiteren Leistungen erforderlich (z. Bsp. keine Stopfarbeiten zur Wiederherstellung der Gleise)
- der erforderliche Zeitaufwand für das Einbringen des Rammrohres und die Montage des Mastfußadapters am Einbauort liegen bei ca. 60 min. – hieraus ergeben sich Einsparpotentiale bei der Sicherung und der Bauüberwachung
- es besteht die Möglichkeit, in kurzen Sperrpausen selbst nur die Rohre zu rammen und anschließend, außerhalb der Sperrzeiten, die Mastfußadapter in Handarbeit zu montieren, so dass auch geringe Sperrzeiten optimal genutzt werden können
- sofortige Verfügbarkeit des Signalstandortes
- Nachweis der Standfestigkeit für alle Streckenklassen
- Synergieeffekte durch Zusammenführung von Leistungen möglich, beispielsweise das Aufstellen der Signale (Zusammenhangsarbeiten)
- da kein Verbau erforderlich ist, entfällt auch die Entsorgung von ausgehobenem und ggf. kontaminiertem Erdmaterial
- bei der Gesamtbetrachtung sämtlicher Kosten ergibt sich ein eindeutiger Kostenvorteil zugunsten des Mastfußadapters System BBL – dies wird durch eine Kostenanalyse des Einkaufs der Deutschen Bahn AG bestätigt

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